Ein Fest mit einigen Überraschungen

Die Domspatzen bereiteten ihrem Internatsdirektor eine schöne Feier zum Weihejubiläum. Selbst die Feuerwehr rückte an.

Domvikar Rainer Schinko hat kürzlich sein 25-jähriges Priesterjubiläum gefeiert. Am 29. Juni 1996 wurde er zusammen mit 14 weiteren Kollegen im hohen Dom zu Regensburg zum Priester geweiht. Ganz offensichtlich überrascht zog Schinko am Morgen seines Jubiläumstags in die Hauskapelle der Domspatzen ein. Die hatte sich in ein festliches Gewand geworfen. Weiß-gelbe Kirchenfähnchen zierten die Bänke, Birken umgaben die Bankreihen im Halbrund, Blumen unterstrichen den festlichen Charakter. Ein Vokalquartett unter Leitung des Domkapellmeisters Christian Heiß, der auch die Orgel spielte, gestaltet die feierliche Messe musikalisch.

Anknüpfend an das Evangelium stellte Domvikar Schinko in seiner Predigt dieselbe Frage, die Jesus im Evangelium seinen Jüngern stellte: „Ihr aber, für wen haltet Ihr mich?“ Diese Frage sei als Lebensfrage auch an uns heutige Christen, auch an die jungen Christen, gestellt: Wer ist Jesus für mich? Ist er in meinem Leben präsent, besitzt er Relevanz für meinen Alltag? Daran hänge oft ein ganzer Lebensentwurf. Letztlich könne diese Frage nur jeder für sich selbst beantworten. „Für mich hat sich daraus dieser Weg ergeben, dafür bin ich dankbar“, sagte Schinko.

Wie bei großen Feiern oft üblich, war auch die Feuerwehr im Einsatz; wenn auch kurz und unfreiwillig. Es war der Tag vorher: Nicht wissend, dass die Hauskapelle mit einem Rauchmelder auf Laserbasis ausgestattet ist, lösten die vier Meter hohen Birken beim Transport in die Kapelle den Feuermelder aus. Minuten später stand dann der komplette Einsatzzug der Berufsfeuerwehr vor der Tür. Michael Sauer, Präfekt und im „Zweitberuf“ Feuerwehrmann aus Leidenschaft, konnte seine Kameraden schnell beruhigen und wieder nach Hause schicken. Auch Rainer Schinko schöpfte daraufhin wohl keinen Verdacht, so dass die Überraschung zum Priesterjubiläum auch am nächsten Tag noch eine war.

Nach seinen Jahren als Kaplan in Regensburg (Pfarrei Herz Marien) und Ergoldsbach wurde Rainer Schinko im September 2001 zum Internatsdirektor bei den Regensburger Domspatzen berufen. Er ist außerdem Vorsitzender des Klerusvereins der Diözese Regensburg und zweiter Vorsitzender des bayerischen Klerusverbandes. Rainer Schinko sitzt auch im Aufsichtsrat der Ligabank. Wenn dann noch Zeit bleibt, ist er gerne in der Natur unterwegs, in Wanderschuhen, in Laufschuhen oder auf dem Fahrrad.

Für die nächsten 25 Jahre als Priester wünschen ihm alle Domspatzen Gottes Segen, Mut und Zuversicht und die nötige Gelassenheit, die Botschaft Gottes auch in dieser Zeit klingen zu lassen!

Domvikar Rainer Schinko: Seit 25 Jahren Priester und seit 20 Jahren Seelsorger und Internatsdirektor bei den Domspatzen.
Fotos: Christian Vieracker/Domspatzen