Domspatzen Magazin - Nr. 61

Liebe Leserinnen und Leser,

das Wort »Umbruch« steht allgemein für einen tiefgreifenden Wandel. In der Drucktechnik ist damit das Anpassen der Textzeilen ans Seitenlayout gemeint. Dafür gab es früher sogar einen eigenen Berufsstand. In der elektronischen Textverarbeitung und im Desktop-Publishing ist der Zeilenumbruch die automatische Anpassung an das Textfeld.

In diesen Tagen wird auch im Zusammenhang mit den Domspatzen viel von Umbruch geredet. Die Veröffentlichung der beiden beauftragten Studien zu Fällen von Gewalt in den 50er bis 90er Jahren sind ein weiterer Meilenstein in der Aufarbeitung dieser ohne Zweifel furchtbaren Domspatzengeschichte. Im kommenden Jahr wird noch ein Mahnmal aus Bronze enthüllt und im neuen Foyer der Domspatzen aufgestellt.

Unser Regensburger Bischof hat die Aufarbeitung maßgeblich vorangetrieben. Er hat sich im Aufarbeitungsgremium mit Opfern und Domspatzenvertretern an einen Tisch gesetzt. Gemeinsam wird dieser Weg beschritten. Die Domspatzen haben diese Geschichte als schweren Rucksack immer mit dabei. Wir haben Verantwortung, es anders zu machen. Und dieser stellen wir uns tagtäglich; wohlwissend, dass wir nicht allen alles recht machen können, so gern wir es wollten.

Liebe Leserinnen und Leser,

Aus Umbruch wird Aufbruch: Die Domspatzen dürfen wieder nach vorne schauen, ohne den Blick nach hinten zu vergessen. Die wunderbaren Begegnungen beim jährlichen Ehemaligentreffen, die frohen Gesichter unserer Fünftklässler bei der Aufnahmefeier im Dom, der immer wieder wunderbare Chorgesang im Dom und auf der Bühne – das macht Mut! Darf es auch, oder?

Ich wünsche Ihnen viel Freude bei der Lektüre der neuen Ausgabe!

Marcus Weigl
Leiter Kommunikation & Marketing
Redakteur Domspatzen Magazin

Domspatzen Magazin

Ausgabe Nr. 61 - Weihnachten 2019

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