Chor Profil & Historie

Über 1.000 Jahre Tradition in Regensburg

Als Domchor aus Regensburg in die weite Welt

 

Der Domchor hat seinen Ursprung im Jahr 975. Bischof Wolfgang gründet im Jahr 975 eine eigene Domschule, die neben dem allgemeinbildenden Unterricht besonderen Wert auf die musikalische Ausbildung legt. Den Schülern, ausschließlich Knaben und junge Männer, wird der liturgische Gesang während der Messen in der Regensburger Bischofskirche, im Dom St. Peter, übertragen.

Mitte des 19. Jahrhunderts leitet Domkapellmeister Joseph Schrems eine neue Blütezeit ein. Doch erst mit Dr. Theobald Schrems (1893–1963), in der Nachfolge von Domkapellmeister Franz Xaver Engelhart, werden die Regensburger Domspatzen seit den 1930er Jahren weltberühmt. In seiner knapp 40-jährigen Tätigkeit als Domkapellmeister von 1924 bis 1963 baut Schrems die Konzerttätigkeit des Chores zielstrebig aus. Das regelmäßige Singen im Dom St. Peter vernachlässigt er dabei aber nicht. Er setzt alles in Bewegung, um die Domspatzen durch schwere Zeiten zu bringen. Dazu gehört auch der Bau eines Gymnasiums und Internats für musikalisch begabte Kinder.

Die Ära Georg Ratzinger

 

Von 1964–1994 leitet Georg Ratzinger den „ältesten Knabenchor der Welt“. Er unternimmt mit dem Chor jedes Jahr eine zweiwöchige Tournee durch Deutschland. Die großen Auslandsreisen führen die Domspatzen 1984 und 1987 in die USA und 1988 nach Ungarn und Japan. 1991 und 1994 werden die Verbindungen mit Ostasien weiter ausgebaut. Der Domchor ist zu Gast in Japan, Taiwan, Hongkong und Korea. Es folgen Auslandsreisen nach Ungarn, Tschechien und Polen. Unter Ratzingers Leitung und Einstudierung entstehen zahlreiche Schallplatten- und CD-Aufnahmen.

Roland Büchner, der erste „Weltliche“

 

Von 1994 bis 2019 steht Roland Büchner (*16.2.1954) an der Spitze der Regensburger Domspatzen. Büchner ist in der langen Geschichte der Domspatzen nach Fortunat Cavallo (Domkapellmeister von 1769 bis 1801) erst der zweite Domkapellmeister, der kein Priester ist. Als vierfacher Familienvater kennt er selbst die Probleme der „flügge“ werdenden Spatzen und findet schnell einen Draht zu seinen Sängern. Seine musikalischen Fähigkeiten sind unbestritten. Unter ihm konzertiert der Domchor unter anderem drei Mal in Japan (1998, 2000 und 2004). Weitere Auslandstourneen nach Frankreich, Italien, Österreich, Ungarn, Schottland, auf die Philippinen, nach Südafrika (2008), Taiwan (2011), China (2012), in die USA (2014) sowie im November 2015 nach Spanien und im April 2016 in den Oman folgen.

Im September 2018 reist Büchner mit seinem Chor unter der Schirmherrschaft des Regensburger Bischofs Rudolf Voderholzer zum ersten Mal auch ins Heilige Land. Im Oktober desselben Jahres geben die Domspatzen ihr Debüt in der Elbphilharmonie Hamburg. Es ist das erste reine A Cappella-Konzert eines Chores im Großen Saal dieses spektakulären Konzerthauses.

Christian Heiß, der neue „Ehemalige“

 

Seit September 2019 ist Christian Heiß (*1967) Domkapellmeister in Regensburg und damit Chef der weltberühmten Regensburger Domspatzen. Heiß war als Schüler selbst ein Domspatz und freut sich mit seiner Arbeit als Domkapellmeister das zurück zu geben, was er in jungen Jahren bei den Domspatzen erlernen und erleben durfte. Wie sein Vorgänger Roland Büchner ist auch er ein „Weltlicher“.  Christian Heiß ist verheiratet und Vater von drei Kindern. Bei seiner Arbeit stehen ihm mit Kathrin Giehl und Max Rädlinger zwei erfahrene und talentierte Chorleiter zur Seite.

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Die Domkapellmeister seit dem 18. Jahrhundert

Fortunat Cavallo

(1769–1801)

Wenzeslaus Cavallo

(1801–1834)

Johann Ev. Deischer

(1834–1839)

Joseph Schrems

(1839–1871)

Franz Xaver Haberl

(1871–1882)

Michael Haller

(1882–1882)

Ignaz Mitterer

(1882–1885)

Max Rauscher

(1885–1891)

Franz Xaver Engelhardt

(1891–1924)

Theobald Schrems

(1924–1963)

Georg Ratzinger

(1964–1994)

Roland Büchner

(1994–2019)

Christian Heiß

(seit 2019)